Zwei Brandeinsätze innerhalb von 45 Minuten – Feuerwehr Steinfeld bei hochsommerlichen Temperaturen gefordert











Stichwort: FEUER2 – Müllcontainerbrand + FEUER2#RD1N - Zimmerbrand - Einsatz Nr. 050 + 051 /2026
Der Freitagabend, 26. Juni 2026, stellte die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Steinfeld vor eine besondere Herausforderung. Bei hochsommerlichen Temperaturen von deutlich über 30 Grad Celsius wurden die Kameradinnen und Kameraden innerhalb kürzester Zeit zu zwei Brandeinsätzen alarmiert. Neben der eigentlichen Brandbekämpfung verlangten insbesondere die außergewöhnlichen Witterungsbedingungen den Einsatzkräften körperlich alles ab.
Um 21:12 Uhr erfolgte die erste Alarmierung mit dem Stichwort „Feuer 2 – Brennt Müllcontainer an Hauswand“ in die Dorfstraße nach Mühlen. Zum Glück konnte das Stichwort bei Eintreffen nicht bestätigt werden. Der Container brannte zwar allerdings ca. 10m von der Hauswand entfernt.
Unter schwerem Atemschutz wurde umgehend ein Löschangriff vorgenommen. Dank des schnellen Eingreifens konnte der Brand zügig unter Kontrolle gebracht . Gerade bei sommerlicher Trockenheit und hohen Temperaturen können sich Brände innerhalb kürzester Zeit ausbreiten. Umso wichtiger ist in solchen Situationen ein schnelles und entschlossenes Vorgehen.
Bereits dieser erste Einsatz verlangte den eingesetzten Atemschutzgeräteträgern aufgrund der hohen Außentemperaturen einiges ab. Die Kombination aus sommerlicher Hitze und der zusätzlichen körperlichen Belastung unter vollständiger Schutzkleidung stellt selbst erfahrene Einsatzkräfte immer wieder vor große Herausforderungen.
Kaum waren die Fahrzeuge auf dem Rückweg zum Feuerwehrhaus und die Hilfeleistungslöschfahrzeuge mit frischem Löschwasser versorgt, ertönte um 21:55 Uhr erneut der Meldeempfänger.
Diesmal lautete das Einsatzstichwort „Feuer2#RD1N – Zimmerbrand, unklar ob sich noch Personen im Gebäude befinden“ am Rathausplatz in Steinfeld.
Die Einsatzkräfte rückten unmittelbar erneut aus. Bereits beim sehr schnellen Eintreffen an der Einsatzstelle zeigte sich das Ausmaß der Lage: Aus dem Giebelfenster der Dachgeschosswohnung schlugen deutlich sichtbare Flammen ins Freie. Aufgrund der Brandausbreitung im obersten Geschoss sowie der Möglichkeit einer weiteren Ausbreitung auf den Dachstuhl wurde vorsorglich die Drehleitereinheit der Feuerwehr Damme nachalarmiert.
Mehrere Atemschutztrupps gingen umgehend zur Menschenrettung und Brandbekämpfung in das Gebäude vor. Glücklicherweise stellte sich schnell heraus, dass sich keine Personen mehr in der Wohnung befanden. Dadurch konnten sich die Einsatzkräfte vollständig auf die Brandbekämpfung konzentrieren.
Insgesamt kamen drei Atemschutztrupps im Innenangriff zum Einsatz. Durch das schnelle, koordinierte und umsichtige Vorgehen gelang es, den Brand auf den betroffenen Bereich zu begrenzen und eine Ausbreitung auf den Dachstuhl sowie weitere Gebäudeteile zu verhindern. Im Anschluss wurden sämtliche Glutnester sorgfältig abgelöscht und die betroffenen Bereiche mit einer Wärmebildkamera kontrolliert. Die vorsorglich alarmierte Drehleiter der Feuerwehr Damme musste letztlich nicht mehr eingesetzt werden.
Während des gesamten Einsatzes übernahm der ebenfalls alarmierte Rettungsdienst die medizinische Absicherung der eingesetzten Feuerwehrkräfte. Angesichts der außergewöhnlich hohen Temperaturen war diese Absicherung von besonderer Bedeutung. Glücklicherweise wurde niemand verletzt.
Die beiden Brandeinsätze innerhalb kürzester Zeit, verbunden mit den extremen Witterungsbedingungen, forderten den Einsatzkräften körperlich alles ab. Umso wichtiger waren regelmäßige Ruhephasen, ausreichende Flüssigkeitsaufnahme sowie die Versorgung mit Wasser und Süßgetränken, um die körperlichen Reserven wieder aufzufüllen und die Einsatzfähigkeit aufrechtzuerhalten.
Neben der Feuerwehr Steinfeld waren die Feuerwehr Damme mit ihrer Drehleitereinheit, der Rettungsdienst sowie die Polizei im Einsatz.
Nach Abschluss der Nachlöscharbeiten, dem Rückbau der Einsatzstelle sowie der Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft von Fahrzeugen und Ausrüstung konnten die letzten Kräfte die Feuerwehr gegen Mitternacht verlassen.