Gemeinsam stärker – MGLA-Praxistag der Feuerwehren Holdorf, Fladderlohausen und Steinfeld

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Modularen Grundlagenausbildung (MGLA)

Am 28. Februar 2026 fand ein gemeinsamer Praxistag im Rahmen der Modularen Grundlagenausbildung (MGLA) der Feuerwehren Holdorf, Fladderlohausen und Steinfeld statt. Hinter der Abkürzung „MGLA“ verbirgt sich die neue, landesweit eingeführte Grundausbildung für Feuerwehrangehörige in Niedersachsen. Ziel dieser modular aufgebauten Ausbildung ist es, die bisherige klassische Truppmann-Ausbildung in zeitgemäße, flexibel gestaltete Ausbildungsbausteine zu überführen. Theorie- und Praxismodule greifen dabei ineinander und werden sowohl auf Kreisebene als auch auf Orts- und Gemeindeebene durchgeführt.

Was auf dem Papier nach Struktur und Modernisierung klingt, bedeutet in der Praxis zunächst eines: Mehr Organisation, mehr Abstimmung und spürbaren Mehraufwand für die ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen vor Ort. Ausbildungsinhalte müssen neu geplant, Module koordiniert, Ausbilder geschult und zusätzliche Termine ermöglicht werden neben Beruf, Familie und Einsatzdienst.

Genau hier setzt jedoch die Stärke unserer Zusammenarbeit an.

Um den Mehraufwand nicht auf einzelne Schultern zu verteilen, sondern konstruktiv zu bündeln, haben die Feuerwehren Holdorf, Fladderlohausen und Steinfeld frühzeitig eine enge Ausbildungskooperation aufgebaut. Gemeinsam wurde ein Ausbildungskonzept erarbeitet, das sowohl den hohen fachlichen Anforderungen der neuen MGLA gerecht wird als auch die Ressourcen sinnvoll nutzt. Durch klare Arbeitsteilung, gegenseitige Unterstützung und abgestimmte Planung wird die zusätzliche Belastung verteilt und gleichzeitig ein echter Mehrwert geschaffen.

Der Praxistag begann am Morgen in Holdorf, wo erste Ausbildungsinhalte erarbeitet wurden. Im weiteren Verlauf wechselten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach Steinfeld. Nach einer kurzen Stärkung im Feuerwehrhaus inklusive Austausch untereinander und Blick auf den weiteren Ablauf – folgte der praktische Ausbildungsteil.

Im Mittelpunkt standen zentrale Inhalte der Feuerwehr-Grundausbildung: die Wasserentnahme aus offenem Gewässer, der strukturierte Aufbau eines Löschangriffs, der sichere Umgang mit Leitern sowie weitere Geräte aus dem täglichen Einsatzspektrum. Dabei ging es nicht nur um das reine „Abarbeiten“ von Modulen, sondern um sauberes, sicheres und strukturiertes Arbeiten. Von der korrekten Aufgabenverteilung über klare Kommunikation bis hin zur sicheren Handhabung der Gerätschaften wurde intensiv geübt, abgestimmt und gemeinsam reflektiert.

Natürlich wurde die Einführung der MGLA im Vorfeld auch kritisch diskutiert. Der zusätzliche Aufwand, die Umstellung bestehender Ausbildungsstrukturen und die organisatorischen Herausforderungen sorgten für Respekt vor der neuen Aufgabe und auch für kritische Stimmen. Doch das Ergebnis dieses gemeinsamen Ausbildungstages zeigt deutlich: Wenn man Veränderungen aktiv gestaltet, können daraus echte Chancen entstehen.

Die Kooperation der drei Feuerwehren hat bewiesen, dass moderne Ausbildung nicht nur professionell, sondern auch praxisnah, effizient und kameradschaftlich gestaltet werden kann. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahmen nicht nur neues Fachwissen mit, sondern auch das gute Gefühl, gemeindeübergreifend als starkes Team zu agieren.

Die MGLA stellt hohe Anforderungen fachlich wie organisatorisch. Doch sie bietet auch die Möglichkeit, Ausbildung auf ein modernes, zukunftsfähiges Niveau zu heben und die Zusammenarbeit zwischen den Wehren weiter zu stärken. Der Praxistag am 28. Februar hat eindrucksvoll gezeigt, dass wir diesen Weg gemeinsam erfolgreich gehen können.

Ein herzlicher Dank gilt allen Ausbildern, Organisatoren und Teilnehmern für ihr Engagement, ihre Offenheit und ihre Bereitschaft, diesen neuen Ausbildungsweg aktiv mitzugestalten.